Tierarzt Dr. Budde Witten

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Neuer Virusstamm der Chinaseuche (RHD) beim Kaninchen erfordert neues Impfschema

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, aber auch über Personen, Futter, Gerätschaften und Insekten übertragen. Die bisher üblichen Impfschemata führten bislang zu einem guten Schutz.

Seit 2013 breitet sich ein aus Frankreich stammender neuer Virusstamm (RHD-Virus 2) in Deutschland aus. Bis zu 50% der mit den bisherigen Impfstoffen geimpften Kaninchen verenden bei Infektion nach kurzer Zeit. Ein in Frankreich bereits zugelassener Impfstoff schützt vor diesem RHD-Virus 2. Die Zulassung für diesen Impfstoff ist in Deutschland nicht vor Ende 2017 zu erwarten.

Die ständige Impfkommission Tiermedizin (StIKoVet) empfiehlt derzeit, Kaninchen mit einem in Deutschland zugelassenen Impfstoff zweimal im Abstand von drei Wochen zu impfen und dann halbjährlich aufzufrischen. Die Infektion mit dem RHD-Virus 2 wird damit zwar nicht verhindert, aber der Verlauf der Erkrankung wird deutlich abgemildert (vorübergehendes Fieber und reduzierte Futteraufnahme).

Für diesbezügliche Fragen steht Ihnen unser Praxisteam gerne zur Verfügung.

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