Tierarzt Dr. Kathrin Budde Witten

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Impfung beim Kaninchen

Die Myxomatose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die in aller Regel nicht behandelbar ist und fast ausnahmslos tödlich verläuft. Unter Wildkaninchen ist diese Krankheit weit verbreitet und wird meist durch Stechmücken auf die Hauskaninchen übertragen, aber auch Flöhe, verunreinigtes Grünfutter und direkter Kontakt bei Freilaufhaltung sind mögliche Ansteckungswege. Typische Symptome sind Knoten und/oder Schwellungen an Augenlidern, Nase, Lippen, Ohren und Genitalbereich, eitriger Augen- und Nasenausfluss sowie Atemprobleme.

RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) ist ebenfalls eine nicht behandelbare Viruserkrankung. Auch hier erfolgt die Übertragung durch Kontakt zu erkrankten Tieren, kontaminiertes Grünfutter und stechende Insekten. Infolge von Blutgerinnungsstörungen kommt es zu Fieber, Schwäche, Atemnot und Blutungen aus den Körperöffnungen (z.B. blutiger Nasenausfluss,  blutiger Urinabsatz und Durchfall). Meist verläuft die auch „Chinaseuche“ genannte Erkrankung jedoch so schnell, dass die Kaninchen plötzlich tot im Gehege aufgefunden werden.

Den einzigen Schutz vor diesen beiden gefürchteten Krankheiten stellt die Schutzimpfung dar. Durch neu entwickelte Impfstoffe stehen Präparate zur Verfügung, durch welche die Kaninchen nach einmaliger Impfung für ein Jahr gegen beide Krankheiten geschützt sind. Die Erstimpfung kann bereits im Alter von fünf Wochen erfolgen und muss nicht wie bisher nach vier Wochen aufgefrischt werden. Auch die halbjährliche Wiederholung der Myxomatoseimpfung entfällt, da der neue Impfstoff auch hier ein Jahr Schutz bietet.

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